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Abgeordneten-Chat über Kinderrechte

Zum Thema „Wie gut kennen Kinder und Jugendliche ihre Rechte?“ kann am 20.11. mit fünf Abgeordneten gechattet werden (zur Pressemitteilung). Anlass hierfür ist der Tag der UN-Kinderrechtskonvention. Die vier elementaren Grundsätze, auf denen die Konvention beruht, beinhalten das Überleben und die Entwicklung, die Nichtdiskriminierung, die Wahrung der Interessen der Kinder sowie deren Beteiligung (Quelle: de.wikipedia.org).

Doch die Frage ist falsch gestellt. Richtig müsste sie lauten: „Wie gut kennen Politik und Verwaltung die Rechte der Kinder und Jugendlichen?“ Alle Aufgaben aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) sind gesetzliche Pflichtaufgaben. Doch die Kinder- und Jugendarbeit (§ 11 SGB VIII) wird in allen Bundesländern durch rechtswidrige „Haushaltstricks“ zur „freiwilligen sozialen Leistung“ degradiert. Dort wo Politik und Verwaltung per Gesetz (SGB VIII) eine „objektive Rechtsverpflichtung“ gegenüber den ihnen gesellschaftlich anvertrauten Kindern und Jugendlichen haben, versagen sie völlig. Dort wo Kinder und Jugendliche auf Politik und Verwaltung angewiesen sind, weil sie kein „subjektives Klagerecht“ haben, werden sie ihrer Rechte beraubt. Statt zu „chatten“ sollten sich diese Bundespolitiker lieber einmal in die Niederungen der „Finanzierungskasinos“ der Berliner Bezirke Lichtenberg, Mitte oder Treptow-Köpenick wagen. Die Sitzungen der Jugendhilfeausschüsse sind öffentlich. Dort könnten sie durch lebendige Menschen erfahren, wie viel Wertschätzung ihre jüngst verabschiedete „Qualitätsentwicklung“ (§ 79a SGB VIII) in der Realität erfährt.

„Gewaltenteilung“ in Lichtenberg

Für die Jugendhilfeplanung in Lichtenberg reicht inzwischen ein Studium der Betriebswirtschaftslehre (BWL) auf neoliberalem Klippschulniveau. Die gesetzlich geforderte Fach- und Qualitätssteuerung nach § 79a SGB VIII und entsprechende Finanzierung scheint überflüssig. All die Staatsgewalt, die vom Volke ausgeht und eine demokratische Kontrolle sichern soll, ist in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) durch eine „Zählgemeinschaft der besonderen Art“ ersetzt worden. Als Fraktionsvorsitzender ist dort der Geschäftsführer von SozDia das „Zünglein an der Waage“. Den Meister aller Bürger hat er als „Geisel“ genommen. Nur wenn das „jugendhilfeplanerische“ Geschäftsmodell der Geschäftsführung von Soz-Dia umgesetzt wird, bleibt die Zählgemeinschaft bestehen. Das ist Gewaltenteilung und Parlamentarismus auf höchstem neoliberalem Niveau. Hier der Protestschrei von ver.di zum Thema.

Kürzungen auch in Mitte

Hier ein Artikel aus der Berliner Woche von 24.10.2012

Folgende Einladung kam dazu vom Festiwalla:

Am Donnerstag 01.11.2012 wird es im Rahmen des Festiwalla 2012 (JugendTheaterFestival von Jugendlichen für Jugendliche) wird es eine Diskussionsrunde zum Thema KÜRZUNGEN im JUGEND-, KULTUR- und SOZIALBEREICH geben.
Besonders brisant vor dem Hintergrund das neben den stettigen Angriffen auf unsere Strukturen ein erneuter Angriff im ezirk Mitte stattfindet (20 % im Ressort Jugend).
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Donnerstag (1.11.)um 16:00
Diskussionsrunde zum Thema
KÜRZUNGEN im JUGEND-, KULTUR- und SOZIALBEREICH.
FESTIWALLA im Haus der Kulturen
im Raum K1

Nutz die Gelegenheit euch auszutauschen! Wir drücken allen Einrichtungen die Daumen und rufen zum Protest gegen die rechtswidrigen Kürzungen in Berlin auf!!! Geht in die Ausschüsse und Versammlungen der Bezirke! Zeigt den PolitikerInnen, die dieses Treiben seit Jahren dulden, dass wir uns das nicht gefallen lassen. Mobilisiert über die vorhanden Netzwerke, wir helfen euch gern dabei. Kommt zum nächsten Treffen oder schreibt an „jugendverschwindet@kiezkumpel.de“.

JUGEND VERSCHWINDET? JUGEND BEWEGT SICH!

Vom 1.-3. November 2012 lädt das JugendtheaterBüro Berlin bereits zum zweiten Mal zum FESTIWALLA ins Haus der Kulturen der Welt ein. Kommt zahlreich und bringt Euch ein – als aktives Publikum, im Rahmen der zahlreichen Workshops, im Action und Performance Camp oder während der politischen Parade gegen Kürzungen im Jugendkulturbereich durchs Regierungsviertel.

Die Protestparade durch Berlin mit Begleitung der Percussion-Gruppe Ketewa & Gäste, Startet am 03.11. 12Uhr am Potsdamer Platz (Verkehrs-Uhr Haupteingang S-Bahnhof).

Wir rufen zur Unterstützung auf!!! Weitere Infos zum Fest gibst hier:
www.grenzen-los.eu/festiwalla-2012/

Berliner Arbeitskreis tagt am 01.10.

Die kommenden Termine des Arbeitskreises Kinder- und Jugendarbeit, kurz AK KJA, sind da. Dieses Gremium der Offenen Jugendarbeit befaßt sich mit den gesetzwidrigen und unverhältnismäßig schlechten politischen Rahmen-bedingungen des Bereichs. Die folgenden Termine finden immer am ersten Montag im Monat in den Räumen von ver.di (Köpenicker Straße 30) statt und sind für alle Interessierten offen.

Wer die Schnauze voll hat, kommt rum!

Hier noch die Einladung als pdf zum runterladen.

Aktionstag Soziale Arbeit

Der Aktionstag Soziale Arbeit richtet sich an alle SozialarbeiterInnen,

- die nicht einverstanden sind mit dem gegenwärtigen fortschreitenden Abbau des Sozialen in unserer Gesellschaft,
- die nicht bereit sind, sich als Handlanger derer zu verstehen, die Menschen sanktionieren und ausgrenzen,
- die sich damit nicht abfinden, dass Soziale Arbeit immer mehr zu einem Geschäft wird, an dem Unternehmen verdienen und Sozialarbeitende und Klienten den Kürzeren ziehen,
- die mit den Vorgaben und Begrenzungen, die der Sozialen Arbeit vorgegeben werden, nicht einverstanden sind,
- die unter Einstellungsstopp, prekären Verträgen und Arbeitsbedingungen leiden.

Am 19. Oktober findet 16 – 18 Uhr auf dem Alex eine zentrale Kundgebung statt!

Weitere Infos, Flyer und der Aufruf als .pdf -> einmischen.com

Wir sind Laut!!!

Am 01.09. waren wieder mehrere hundert Personen auf der Straße, um für den Erhalt der Jugendarbeit zu demonstrieren. Es gab Theater, Jonglage, Musik, Straßengestaltung mit Kreide und vieles mehr. Kinder- und Jugendarbeit präsentierte sich als ein vielseitiger Zusammenschluss von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, welcher einer Gesellschaft die sonst von Grautönen geprägt ist, den einen oder anderen Farbtupfer verpasst. Auch die Gewerkschaft Verdi hat sich wie jedes Jahr an den Protesten beteiligt.

Hier ein paar Eindrücke: Fotos von der Demo

Hier ein Beitrag von Verdi: ver.di beteiligt sich an Demo

Wir bedanken uns bei allen HelferInnen und TeilnehmerInnen für diese wundervolle Veranstaltung. Verdis Democar war wieder eine tolle Plattform für unser Open Mike. Danke für die tolle Moderatin durchs Jugendtheaterbüro und an Ulli, der das Fahrzeug nun schon zum dritten Mal in der ersten Reihe der Demonstration fuhr. Auch über die Unterstützung durch
den AStA der BHT Berlin sind wir sehr froh.

Es wird bald einen Termin fürs Nachtreffen zur Demo geben. Dann folgen auch weitere Aktionen des Bündnisses.

HEUTE IST DEMO!

Wir freuen uns auf ’ne wunderschöne und wirkungsvolle Demo mit euch.

15 Uhr / Neptunbrunnen

Bis später!
Doro

Flyer und Plakate für die Demo

Hallo liebe MitstreiterInnen,

ab sofort könnt ihr in folgenden Einrichtungen Plakate und Flyer für die 3. Demo „Jugend verschwindet“ abholen.

Abenteuerspielplatz Kuhfuß
Karl-Kunger-Straße 29, 12435 Berlin / tel 53699069

Betonia
Wittenberger Straße 78, 12689 Berlin / tel 9326067

Willi Sänger
Rudolf-Seiffert-Straße 50a, 10369 Berlin / tel 9720084

Linse
Parkaue 25, 10367 Berlin, / tel 55493849

Weddinger Kinderfarm
Luxemburger Straße 25, 13353 Berlin / tel 4621092

JugendtheaterBüro Berlin
Wiclefstraße 32, 10551 Berlin / tel 48815220/1

Königsstadt
Saarbrücker Straße 24, 10405 Berlin / tel 4407865

Bunte Kuh
Bernkastelerstraße 78, 13088 Berlin / tel 9274385

Wer also noch keine Aushänge und Infos in seiner Einrichtung hat oder weiß wo man noch ein paar Plakate hinkleben und Flyer verteilen kann, auf gehts!

Warnschussarrest für Jugendpolitiker

Berlin 14.August 2012

Jugendliche fordern nun ein Warnschussarrest für Jugendpolitiker des Senats und der Bezirke. Sie wurden als Wiederholungstäter enttarnt und sollen sich dafür verantworten. Warum das? Seht selbst.

Einfach Postkarte runterladen, ausdrucken, basteln und natürlich absenden!!!

Selfmade-Postcard als Download