Archiv für Mai 2014

Protest der Jugendarbeit

Liebe Kolleg_innen und Freund_innen der Jugendarbeit,

vom 3.-5. Juni findet der deutsche Kinder- und Jugendhilfetag unter dem Motto „viel wert. gerecht. wirkungsvoll“ auf dem berliner Messegelände statt. Das Aktionsbündnis „Jugend verschwindet“ und der Arbeitskreis Kinder-/Jugendarbeit „AKKJA“ von Ver.di, wollen den Auftakt nutzen, um mit Herrn Gauck vor der offiziellen Eröffnungsfeier (3.6. um 12.00) ins Gespräch zu kommen. Schon vorab möchten wir unseren Bundespräsidenten über die konkreten Ängste und Sorgen der Kinder- und Jugendeinrichtungen Berlins informieren. Hierfür geben wir allen Einrichtungen die Gelegenheit uns bis zum 21.5.

A – eine praktische Beschreibung der Schwierigkeiten bezüglich der Rahmenbedingungen

oder / und

B – einen Slogan, der die größte Blockade für die praktische Arbeit vor Ort bedeutet

an „CSSCHRAMM@GMX.NET“ zu schicken (dies kann auch anonym erfolgen), die wir dem Bundespräsidenten überreichen oder ggf. an ihn weiterleiten.

Alle, die am 3.6. ab 11.00 Uhr Zeit haben, können vorm Eingang der Messe Süd (Jafféstraße, vom S-Bahnhof Messe Süd leicht zu erreichen) ihren Slogan auf z.B. Plakaten / Transparenten sichtbar machen oder einfach so vorbeikommen um sich unserem Protest anzuschließen (Die entsprechenden Genehmigungen bei der Polizei werden derzeit beantragt).

Kommt zahlreich! NUTZT MIT UNS DIE GELEGENHEIT ÖFFENTLICHKEIT HERZUSTELLEN, DAMIT DER SLOGAN „VIEL WERT.GERECHT.WIRKUNGSVOLL“ IN DEN KOMMENDEN HAUSHALTSBERATUNGEN BERLINS AN REALITÄT GEWINNT!

Wir sehen diese Aktion auch als Auftaktveranstaltung für eine bessere finanzielle Ausstattung der Kinder- und Jugendarbeit in Berlin an. Bedenkt, im kommenden Jahr sind wieder Haushaltsberatungen und wir müssen in der öffentlichen Wahrnehmung sichtbarer werden. Die Jugendstadträte und -stadträtinnen, die Jugendpolitischen
Sprecher_innen der Parteien stehen mittlerweile zum Teil auf unserer Seite, um der jahrelangen Konkurrenz der Bezirke (verursacht z.B. durch die Kostenleistungsrechungen) und der Träger (unter den freien sowie den öffentlichen), der damit verbundenen Abwertung der Angebotsstunden, der Unterfinanzierung oder Schließung zahlreicher Kinder- und Jugendeinrichtungen und DER SCHLECHTERSTELLUNG DER MITARBEITER_INNEN FREIER TRÄGER, Einhalt zu gebieten. Lasst uns gemeinsam sichtbar machen, dass wir uns das im Sinne der Kinder- und Jugendlichen, nicht mehr gefallen lassen!

Aufgeklärt

Vom 03. bis 05. Juni findet in Berlin der 15. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag statt. Am ersten Tag wird Bundespräsident Dr. Joachim Gauck im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung zwischen 12:00 und 13:30 auftreten. Das Motto lautet: „Kinder- und Jugendhilfe viel wert. gerecht. sinnvoll.“

Sinnvoll und viel wert ist die gesetzliche Pflichtaufgabe Kinder- und Jugendarbeit für Kinder, Jugendliche und ihre Familien, sowie für die Praktiker/innen der Kinder und Jugendarbeit allemal. Doch gerecht ist sie nicht! Wir alle wissen, dass sich Politik und Verwaltung inzwischen kaum noch an die rechtlichen Verpflichtungen aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz halten.

Deshalb planen wir eine Aufklärungsaktion am 03. Juni, um die Mittagszeit, in unmittelbarer Umgebung des Veranstaltungsortes (Messegelände Süd) für unseren Bundespräsidenten und alle Anderen. Dabei wissen wir Dr. Joachim Gauck auf unserer Seite. Denn er scheute sich am 28.03.2014 nicht davor, selbst Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping darauf hinzuweisen: „Keiner soll über dem Gesetz stehen“. Wenn es uns gemeinsam mit ihm gelingt, Politik und Verwaltung in Bezug auf das Kinder- und Jugendhilfegesetz davon zu überzeugen, dann wird ein „Ruck durch Deutschland gehen“.

Wer mit uns die seit Jahren zunehmende Geringschätzung von Politik und Verwaltung gegenüber der Kinder- und Jugendarbeit, sowie deren Praktiker/innen leid ist, hat bei der Vorbereitungssitzung des Arbeitskreises Kinder- und Jugendarbeit (AK KJA) und des Aktionsbündnisses Jugend verschwindet am 8. Mai 2014 (Tag der Befreiung vom Faschismus) Gelegenheit, Ideen für unsere Aufklärungsaktion einzubringen. Wir treffen uns von 11:00 bis 13:00 Uhr im Raum Z.12 von ver.di, in der Köpenicker Straße 30, 10179 Berlin.

Wir bitten schon jetzt alle Menschen, die von der Wirkung von Kinder- und Jugendarbeit überzeugt sind, sich am 3. Juni 2014 den Vormittag freizuhalten. Wir wollen keine „Stellvertreterpolitik“ machen. Alle Betroffenen haben die Chance etwas zur Aufklärungsaktion beizutragen und wir sind auf jede Unterstützung angewiesen.