An alle UnterstützerInnen und solche die es werden wollen

Diverse Reaktionen von Politik und Presse in den letzten Wochen verdeutlichen, dass es sich lohnt, wenn Kinder und Jugendliche sowie die MitarbeiterInnen der Einrichtungen und alle, die sich mit ihnen solidarisieren, ihr Recht einfordern! Trotzdem gehen in der Zwischenzeit immer mehr Einrichtungen kaputt. MitarbeiterInnen haben mit der Verwaltung zu tun oder müssen ihre Räume putzen, weil sie sich keine Reinigungskräfte mehr leisten können. Sie müssen betteln gehen um einen neuen Basketball zu bekommen, statt mit den Kindern und Jugendlichen ein Theaterstück zu planen. Das Essen fürs Kochangebot kommt von der Tafel. Der Übungsleiter für den Töpfer-Workshop kann nicht mehr bezahlt werden, also wird jetzt abgehangen…

Doch es gibt
auch Gutes zu vermelden. Gestern (06.12.2012) hat der Jugendhilfeausschuss des Bezirks Mitte einstimmig beschlossen, den Klageweg zu beschreiten. Das ist ein Anfang, bedeutet allerdings, dass ein konsequentes Voranschreiten auf diesem Weg notwendig ist. Allerdings könnte das bereits zu spät sein.

Das Kinder und Familienhaus Labude in Schöneweide soll, wie im Brandbrief der JHA-Vorsitzenden zu lesen, zum 1. Januar 2013 geschlossen werden. Warum muss es soweit kommen? Werden die bislang geschlossenen Einrichtungen wieder eröffnet, wenn die Klage Erfolg hat? Die Folgen für Kiez und Kinder in Schöneweide werden ebenfalls beispielhaft im Brandbrief beschrieben. Selbst diese extreme Situation ändert bislang nichts am Schicksal der Einrichtung. Sollten unsere Abgeordneten ihre Kinder mal zum Grillen im „Henker“ absetzen und sich in der Zwischenzeit eine der bereits aufgedeckten „offenen Wohnungen“ ansehen, um ihre Handlungen zu beschleunigen?

Am 18.12.2012 trifft sich das Aktionsbündnis „Jugend verschwindet“ wieder um 13 Uhr in den Räumen des Kinderring Berlin e.V. (Schwedter Straße 232-234, 10435 Berlin) um weitere Aktionen für den Erhalt der Jugendarbeit zu planen. Ihr seid herzlich eingeladen, euch daran zu beteiligen, um den Widerstand gegen die Kastration der offen Kinder- und Jugendarbeit durch Politik und Wirtschaft zu erhöhen.