Archiv für November 2012

„kürzt uns nicht!“

Hier ein Beitrag von den Besucherinnen des „teeny Musik treff“. Mit dem Song „kürzt uns nicht!“ haben fünf 14 jährige Mädchen ihren Unmut über die Situation der Jugendarbeit getextet, gespielt und aufgenommen. Inspiriert wurde der Song inhatlich vom Jugend verschwindet Aufruf.

Jetzt anhören:„kürzt uns nicht!“

Der Song ist gemafrei und frei verfügbar für alle, die damit respektvoll umgehen.

Guten Morgen!

Endlich aufgewacht…
Viele haben es sicher schon gelesen, aber hier nochmal der Brandbrief der einsichtigen JHA Vorsitzenden: Jugendhilfeausschuss-Vorsitzende schlagen Alarm

Außerdem die Pressemitteilung des Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin mit der Forderung: Ausblutung der Jugendarbeit im Bezirk Mitte muss gestoppt werden!

Die Schreiben sprechen ja für sich, hoffen wir mal auf eine angemessene Reaktion!

Massive Proteste zur nächsten BVV in Mitte

Keine Schließungen von Kinder- und Jugendeinrichtungen in Mitte 2013 und danach!
Keine Einsparungen bei den Kleinsten & Schwächsten!
Keine befristeten Verträge & prekäre Arbeitsverhältnisse, wo es Beständigkeit & Qualität braucht!
Kommt zur Protestaktion am 22.11. zum Rathaus Mitte

Vorschlag für eine gemeinsame Aktion in Mitte!
Die MitarbeiterInnen des Moabiter Ratschlag schlagen vor, dass Transparente mit diesen oder ähnlichen Texten an möglichst vielen Einrichtungen in Mitte ausgehängt werden, um den Protest gegen die fatale Entwicklung in der Finanzierung der Kinder- und Jugendarbeit breit sichtbar zu machen. Ausdrücklich sind nicht nur die offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen angesprochen, sondern auch alle Einrichtungen die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten (Schulen, Kitas, Horte, HzE etc.).

Am 22.11 treffen sich um 16:30 Uhr möglichst viele mit Transparenten am Rathaus in der Karl-Marx-Allee 31 vor der BVV-Sitzung.

weitere Infos bei Gangway

Abgeordneten-Chat über Kinderrechte

Zum Thema „Wie gut kennen Kinder und Jugendliche ihre Rechte?“ kann am 20.11. mit fünf Abgeordneten gechattet werden (zur Pressemitteilung). Anlass hierfür ist der Tag der UN-Kinderrechtskonvention. Die vier elementaren Grundsätze, auf denen die Konvention beruht, beinhalten das Überleben und die Entwicklung, die Nichtdiskriminierung, die Wahrung der Interessen der Kinder sowie deren Beteiligung (Quelle: de.wikipedia.org).

Doch die Frage ist falsch gestellt. Richtig müsste sie lauten: „Wie gut kennen Politik und Verwaltung die Rechte der Kinder und Jugendlichen?“ Alle Aufgaben aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) sind gesetzliche Pflichtaufgaben. Doch die Kinder- und Jugendarbeit (§ 11 SGB VIII) wird in allen Bundesländern durch rechtswidrige „Haushaltstricks“ zur „freiwilligen sozialen Leistung“ degradiert. Dort wo Politik und Verwaltung per Gesetz (SGB VIII) eine „objektive Rechtsverpflichtung“ gegenüber den ihnen gesellschaftlich anvertrauten Kindern und Jugendlichen haben, versagen sie völlig. Dort wo Kinder und Jugendliche auf Politik und Verwaltung angewiesen sind, weil sie kein „subjektives Klagerecht“ haben, werden sie ihrer Rechte beraubt. Statt zu „chatten“ sollten sich diese Bundespolitiker lieber einmal in die Niederungen der „Finanzierungskasinos“ der Berliner Bezirke Lichtenberg, Mitte oder Treptow-Köpenick wagen. Die Sitzungen der Jugendhilfeausschüsse sind öffentlich. Dort könnten sie durch lebendige Menschen erfahren, wie viel Wertschätzung ihre jüngst verabschiedete „Qualitätsentwicklung“ (§ 79a SGB VIII) in der Realität erfährt.

Aufruf

Hier der Aufruf von „Jugend verschwindet“
(Stand November 2012)

„Gewaltenteilung“ in Lichtenberg

Für die Jugendhilfeplanung in Lichtenberg reicht inzwischen ein Studium der Betriebswirtschaftslehre (BWL) auf neoliberalem Klippschulniveau. Die gesetzlich geforderte Fach- und Qualitätssteuerung nach § 79a SGB VIII und entsprechende Finanzierung scheint überflüssig. All die Staatsgewalt, die vom Volke ausgeht und eine demokratische Kontrolle sichern soll, ist in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) durch eine „Zählgemeinschaft der besonderen Art“ ersetzt worden. Als Fraktionsvorsitzender ist dort der Geschäftsführer von SozDia das „Zünglein an der Waage“. Den Meister aller Bürger hat er als „Geisel“ genommen. Nur wenn das „jugendhilfeplanerische“ Geschäftsmodell der Geschäftsführung von Soz-Dia umgesetzt wird, bleibt die Zählgemeinschaft bestehen. Das ist Gewaltenteilung und Parlamentarismus auf höchstem neoliberalem Niveau. Hier der Protestschrei von ver.di zum Thema.