In Neukölln sollen 68 Jugendhilfeprojekte bis zum 30 September dicht machen!

Der Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) droht der
Neuköllner Jugendhilfe mit radikalen Kürzungen. Der Bezirk hat 14
Schulstationen und 49 freien Trägern der präventiven Jugendarbeit zum
30. September 2011 gekündigt. Insgesamt geht es um rund 170 Stellen bei
Jugendgewaltprävention, Streetworkern, Schulstationspädagogen. Bei den
betroffenen Einrichtungen herrschen Entrüstung und Wut. Mehr
Informationen zu diesem Vorgang findest Du in einem Artikel des
Tagesspiegel: http://bit.ly/p78s9s.

Heinz Buschkowsky mache Wahlkampf „auf Kosten der freien Träger“, sagt
hierzu Sylvia Stelz, Vorsitzende der BVV-Fraktion DIE LINKE, in einer
Pressemitteilung. Thomas Licher von Neuköllner Bezirksvorstand nennt
Buschkowsky einen „Wiederholungstäter“, da er bereits im vergangenen
Jahr den freien Trägern der Jugendhilfe vorsorglich die Verträge
gekündigt hatte. Buschkowsky führe „einen Schlag gegen die engagierte
Arbeit der freien Träger der Jugendhilfe“ aus und nehme „die Abwanderung
von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kauf“. Die
komplette Mitteilung findest Du hier: http://bit.ly/qoW8we. Einen
weiteren Bericht der BZ gibt es hier http://bit.ly/nKDcZ2.

Dagen soll heute am 13 Juli der erste Protest vor der BVV in Neukölln BVV
in der Karl-Marx-Str. 83 – U7 Rathaus Neukölln protestiert werden!


1 Antwort auf „In Neukölln sollen 68 Jugendhilfeprojekte bis zum 30 September dicht machen!“


  1. 1 Widerstand Berlin 14. Juli 2011 um 12:34 Uhr

    Jugendarbeit hat in diesem Staat keine Lobby.
    Das ist nicht nur traurig. Es ist auch noch armseelig.
    Erst übergibt man die meisten Einrichtungen in freie Trägerschaft und sagt, sie wären billiger. Es ist dann einfacher, dort wieder zu kürzen oder gar zu schließen. Jeder Träger bangt von Jahr zu Jahr, seine Finanzierung zu erhalten.
    Es wird langsam Zeit, gemeinsam etwas zu tun!
    Die Jugendarbeit gehört endlich ausfinanziert!

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